Kurz und bündig:
Voriges Wochenende war Fortbildungswochenende und gestern Nachmittag Dienst, heute Tag-Dienst und heute Abend KHD. Beim KHD laufen alle Vorbereitung für die jährliche Großübung. Simma alle schon gespannt.
Außerdem nach 9000km neue Motorradreifen montiert. Zum Überlandfahren bin ich aber noch ned kommen, ich mach ja so viel Dienst ;-)
Das Wetter macht weder Motorradfahren noch Dienstfahren schöner: 10°C zu Mittag bei Starkregen und Sturmböen. Hallo? Es ist August...
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geschrieben von potassium am Dienstag, 31.08.2010, 23:32
Von unserer Wochenend-Aktivität zwei Bilder :-)
Wo, wann, was und warum darf ich ja wieder öffentlich ned schreiben.
Leiwand wars. Kann man nix Sagen. Details dazu gibts
hier. Passwort auf Anfrage per
Jabber/Mail/ICQ/Persönlich.
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geschrieben von potassium am Montag, 31.05.2010, 20:43
Bin in den letzten Tagen einmal Nacht-KTW und einmal Nacht-RTW gefahren. Beide Dienste mit sehr angenehmen Teams und durchaus interessanten Einsätzen. Am KTW gabs neben einem gewöhnlichen Krankentransport, eine Reanimation - leider erfolglos, eine Aspiration von Erbrochenen bei einer älteren Patientin, die bereits einmal eine Aspirationspneumonie erlitten hatte, eine Knieverletzung beim Volleyballspielen sowie einen
Fallen Angel.
Reanimation klappte dank eines eingespielten Teams, obwohl der schlechten Verhältnisse vor Ort (Erbrochen, SHT, loses Gebiss, eng...), eigentlich sehr gut. Da aber nicht bekannt war, wie lange der Patient bereits leblos war, das EKG eine glatte Nullinie (mit Schrittmachersignalen) zeigte und das fortgeschrittene Alter von über 90 Jahren wurde die Reanimation erfolglos vom NA abgebrochen.
Am RTW durften wir eine offene Nasenbeinfraktur (nach Tschuck aufd Nosn), GI/Hämorrhoiden-Blutung, st.p. Epi-Anfall, einen Insult mit ordentlichen Halbseitenzeichen sowie Hypertensive Entgleitung bei bek. VHF. Alles eigentlich sehr angemessene Sachen für einen RTW. Kann man gar nix dagegen sagen.
Edith sagt: Danke Mia! Darauf hätt ich fast vergessen
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geschrieben von potassium am Donnerstag, 29.04.2010, 11:51
Labor hab ich so gut wie vorbei. Heute die letzte praktische Arbeit (GC-Messung meiner Fettsäuremethylester) beendet habe, muss ich nur mehr Auswerten und Protokolle schreiben. Bin scho gespannt wieviel Aufwand das wird, bin aber zuversichtlich, dass sich das in Grenzen hält.
Vorher war ich grad mim OTW in Horn und bald gehts weiter. Mal was anderes :)
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geschrieben von potassium am Freitag, 19.03.2010, 01:28
Hab vorige Woche die Fortbildung der Wiener Rettung zum Thema
Verbrennungen besucht. Die Fortbildung hat sich in zwei Teile gegliedert. Der erste bestand aus den neuesten Guidelines und Ratschlägen der prähospitalen Verbrennungsversorgung und der zweite bestand aus einem Einblick in die innerhospitalen Verbrennungsversorgung inkl. verschiedener Hauttransplantationsmöglicheiten.
Vortragender war Dr. Lars-Peter Kamolz aus dem Wiener AKH.
Folgende Sachen waren laut Dr. Kamolz besonders wichtig bei der Versorgung von Verbrennungsopfern.
Kühlung:
Wie aktuelle Studien gezeigt haben, ist der Effekt der aktiven Kühlung der Wunden um ein Nachbrennen zu verhindern bei weitem geringer, als die Gefahr der Unterkühlung. Außerdem sei die Kühlung nur in den ersten 2 Minuten nach der Verbrennung hilfreich. Daher ist die aktuelle Lehrmeinung, dass man, wenn überhaupt, für maximal 10 Minuten mit handwarmen Wasser die betroffene Körperstelle kühlt falls nicht mehr als eine Bestimmte Menge der Körperoberfläche betroffen sind. Das sind für Erwachsene 20%, bei Kindern 10% und bei Säuglingen 5%. Bei größerflächigen Verbrennungen ist die Gefahr der Unterkühlung zu groß. Weiters sorgt die Kühlung für eine Vasokonstriktion, die eine Minderdurchblutung des betroffenen Gewebes zur Folge hat.
In diesem Zusammenhang ist es vor allem wichtig, dass nasse Kleidung vom Patienten entfernt werden muss. Trockene und nicht anhaftende Kleidung kann ebenfalls entfernt werden. Es muss aber stets für einen ausreichenden Wärmeerhalt gesorgt werden.
Versorgung von Brandwunden:
Brandwunden sollen mit einem lockeren, sterilen Verband abgedeckt und so schnell als möglich in ein Verbrennungszentrum gebracht werden. Aufwendige und zeitraubende Verbände sind zu unterlassen, da sie im Krankenhaus sofort abgenommen werden, um ein genaues Bild der Verbrennung zu bekommen.
Weiters wurde erwähnt, dass für die Wirksamkeit von spezial Verbrennungssets wie Waterjel etc keine Beweise vorliegen. Sie sind weder schädlich, noch nützen sie dem Patienten signifikant. Da sie aber sehr teuer sind, rät er eher ab davon.
Wärmeerhalt:
Das wichtigste Thema es Abends anscheinend. Patienten mit Verbrennungen sollen so schnell es geht in den RTW/NAW verbracht werden und dort weiterbehandelt. Das Auto ist so zu heizen, dass die Mannschaft es gerade noch irgendwie aushält. Als Beispiel hat er die Bedingungen gebracht unter denen er arbeitet: 37 °C - 40 °C Raumtemperatur bei Verbandwechsel und Operation.
Der Patient ist weiters gut zuzudecken und nicht weiter zu kühlen während der Fahrt.
Volumengabe:
Früher wurde bei Verbrennungspatienten immer die
Baxter-Formel angewandt. Es hat sich aber gezeigt, dass eine Überwässerung der Patienten mehr schädlich als nützlich ist. Es soll daher die modifizierte Baxter-Formel angewendet werden. Sie lautet 2 ml /kg KG / % Verbrannte Körperoberfläche. Dabei werden 1 gradige Verbrennungen aber ignoriert. Sie zählen in diesem Fall
nicht zur verbrannten KOF.
Die Hälfte des hier ausgerechneten Volumens kann in den ersten acht Stunden verabreicht werden. Allgemein eignet sich Ringer-Lactat besser als Kolloidale Lösungen. Bei Polytraumata wo die Verbrennung in den Hintergrund tritt ist die Volumengabe so zu wählen, wie sie bei Polytraumapatienten ohne Verbrennung angewendet würde. Weiters gibt es in diesem Fall keine Einschränkung bei HAES oder HyperHAES.
Idealerweise sollte der Patient anschließend eine HF von unter 120 min^-1 haben und einen
MAP von 60-80 mmHg.
Weiters sollen die Infusionen nach Möglichkeit vorgewärmt werden.
Verbrennungskrankheit / Schock:
Die Ursache der Verbrennungskrankheit ist die besonders starke Freisetzung von Mediatoren, welche die Gefäßwände durchlässig werden lassen. Mit einem Schock ist bei einer Verbrannten KOF von
20% bei Erwachsenen, 10% bei Kindern und 5% bei Säuglingen zu rechnen. Ab dann spricht man von einem
generally capillary leak.
Analgosedierung:
Eine Analgosedierung sollte sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern durchgeführt werden. Bei Kindern soll auf die Möglichkeit der per oralen oder rektalen Gabe geachtet werden. Dabei ist die rektale Gabe von Ketanest der per oralen zu Bevorzugen, da es hierbei nicht zu Erbrechen kommen kann. Als Dosis ist bei Kindern für Ketanest 1-2mg /kg KG zu rechnen. Bei Midazolam (Dormicum) 0,5 mg/kg KG, wobei eine Höchstdosis von 15mg nicht überschritten werden darf.
Inhalationstrauma:
Um das vorhanden sein eines Inhalationstraumas abschätzen zu können ist es besonders wichtig eine genaue und ausführliche Anamnese zu erheben. Auf folgende Punkte soll dabei besonders eingegangen werden:
- Was hat gebrannt?
- Wo hat es gebrannt? (Im Freien, im Schlafzimmer,...)
- Wie hat es gebrannt? (Stichflamme, Zimmervollbrand, Explosion,...)
- Wie lange war der Patient dem Feuer/Rauch ausgesetzt?
- Wie war der Patient dem Feuer ausgesetzt? (Schlief der Patient im brennenden Zimmer, traf ihn eine Stichflamme beim Kochen, hat er nur Rauch eingeatmet,..)
Natürlich sind Indizien wie Ruß im Gesicht, Rachen, Nase, verbrannte Gesichts- oder Nasenhaare ein zu berücksichtigen.
Die Gabe von Kortikoiden scheint obsolet geworden zu sein, da es keinen Nachweis für Nutzen oder Schaden im Falle eines Inhalationstraumas gibt.
Intubation
Hat man früher gesagt, dass eine Intubation bei fast jedem Brandverletzten indiziert ist, so geht man heute immer mehr davon weg und sagt, dass nur mehr bei drohender oder bestehender Ateminsuffizienz, bei drittgradigen Gesichtsverbrennungen (nicht bei Verbrühungen!) oder bei Verbrennungen die mehr als 50% der KOF betreffen, intubiert wird.
Ab wann ein Verbrennungsbett:
Ab einer verbrannten KOF von 20% beim Erwachsenen, 10% beim Kind, 5% beim Säugling möglichst schnell ein Verbrennungszentrum aufsuchen. Außerdem bei Verdacht auf ein Inhalationstrauma, bei Verbrennungen von Gesicht, Händen, Füßen, Genitalien, Damm sowie der Haut über Gelenken. Auch jedes Elektrotrauma (bei Starkstrom) ist in ein Zentrum für Brandverletzte zu bringen.
Spezialfall: Kinder:
Da Kinder eine viel dünner Haut im Vergleich zu Erwachsenen haben, ist die Gefahr der Auskühlung besonders groß, es muss daher noch viel mehr auf Wärmeerhalt geachtet werden. Es soll weiterhin immer Sauerstoff gegeben werden und auch frühzeitig an Analgesie gedacht werden. Auch die Trachea von Kindern ist nicht nur absolut, sondern auch relativ gesehen dünner, was bei einem Inhalationstrauma noch schneller zu einem Zuschwellen der Atemwege führen kann. Die Indikation zur Intubation soll daher recht großzügig gestellt werden.
Ganz wichtig ist noch, dass nicht jedes Verbrennungsbett auch ein Verbrennungsbett für Kinder ist. Das muss auf jeden Fall vor dem Transport abgeklärt werden.
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geschrieben von potassium am Samstag, 30.01.2010, 15:25
Hab wieder mal ein paar imho ganz lustige Merksätze für Medizin/RD gefunden
Meningismuszeichen:
Nur Über Ludwig Erhardts Leiche
Nackensteifigkeit,
Übelkeit,
Lichtempfindlichkeit,
Erbrechen,
Lärmempfindlichkeit
Medikation bei einem akuten MCI:
MONA BH
Morphin,
Oxygen,
Nitrate,
ASS,
Betablocker,
Heparin
Unterscheidung
RSB vs
LSB
WILLIAM
MORROW
Wenn der QRS-Komplex in V
1 W-förmig und in V
6 M-förmig ist, dann ist es ein
Linksschenkelblock
Wenn er in V
1 M-förmig und in V
6 W-förmig ist, dann ein
Rechtsschenkelblock
Die Schockformen:
HANS K.
Hypovolämisch,
Anaphylaktisch,
Neurogen,
Septisch,
Kardial
Aufbau des Schädels
Kathi denkt an Prüfungs Glück
Knochen,
Dura mater,
Arachnoidea mater,
Pia mater,
Gehirn
Was für den Berni unseren alten Bakterien-Fetischisten:
Typischer Erreger der von Phlegmonen oder Abszessen
Phl(e)gmone sind Str(e)ptokokken
(A)bszesses sind St(a)phylokokken
Die Erregungsleitung des Herzens
Seine Antwort Hi(e)ss Tawara Purkinje.
Sinus-Knoten
AV-Knoten
His-Bündel
Tawara Schenkel
Purkinje Fasern
Unterschied
Thrombus vs.
Embolus
Ein Thrombus wird zum Embolus, wenn er auf die Reise muss.
Hinter dem Magen da liegt etwas und das ist das Pankreas! (by Schlurf)
Wenn jemand noch gute hat dann kann er die gerne in den Kommentaren hinterlassen und ich pflege sie hier ein. Für Anatomie stellt der
Thieme Verlag einige Merksätze zu Verfügung. Aber auch
hier finden sich noch ein paar.
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geschrieben von potassium am Dienstag, 12.01.2010, 13:07